Salutogenese

Salutogenese ist das Gegenteil von Pathogenese und bezeichnet die Sicht der Medizin in die Richtung der Gesundheitsvorsorge.
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Aaron Antonovsky kam auf den Begriff der Salutogenese, als er mit Überlebenden der Konzentrationslager arbeitete, die trotz dieses widrigen Lebensschicksales körperlich und psychisch gesund geblieben waren. Er fand heraus, dass es eine Menge Menschen gibt, die trotz Stressoren wie widrigen Lebensumständen und Lebensschicksal gesund bleiben. Ihnen allen gemeinsam war eine Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit, die bei den kranken Menschen fehlten. Diese Menschen konnten ihr Unglück verstehen, es besser handhaben und kontrollieren und konnten ihrem Leiden bzw. Leben einen Sinn geben. Ihnen allen war ein starkes Kohärenzgefühl oder SOC auf Englisch gemeinsam.
Dieses Kohärenzgefühl wird in der Kindheit, der Adoleszenz und dem jungen Erwachsenenleben erworben und läßt sich dann nicht mehr leicht verbessern. Vielleicht kann man es aber doch ein wenig erhöhen und sich so vor einer neuen Erkrankung schützen. Man muß dazu seine Einstellung ändern und denken, dass man was aus seinem Schicksal machen kann. Man ist ihm nich hoffnungslos ausgeliefert. Man ist der Schmied seines eigenen Glückes, wie viele sagen.
Antonovsky meint, dass man nicht entweder krank oder gesund ist, sondern dass es ein Kontinuum von Gesundheit bis Krankheit gibt, auf dem man sich bewegt.
Vielleicht kann man sich von Menschen mit starkem Kohärenzgefühl etwas abschauen. Man muß halt einen Lebensinn finden. Man muß mehr Verantwortung für sich und seine Krankheit übernehmen. Man kann also nicht alles auf die Gene oder die Biologie des Gehirns schieben. Man kann eine ganze Menge selbst machen. Auch sind nicht unbedingt die Strukturen schuld, obwohl gute Strukturen natürlich hilfreich sind.

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Literatur:

Aaron Antonovsky, Salutogenese - Zur Entmystifizierung der Gesundheit, Tübingen, dgvt-Verlag, 1997
BZgA (Hrsg), Jürgen Bengel, Was erhält den Menschen gesund? Antonovskys Modell der Salutogenese - Diskussionsstand und Stellenwert; eine Expertise, Köln, BZgA, 7. Auflage 2002


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Erstellt am 5.02.2003, Version vom 12.10.2016, Johannes Fangmeyer, GNU-FDL
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