Empowerment
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Psychisch Kranke müssen mehr Verantwortung für ihre Krankheit und den Umgang damit übernehmen. 

Sie müssen sich gegenüber den professionellen Helfern stärker durchsetzen und mehr auf Selbsthilfe bauen. Zudem muß man eine starke Interessenvertretung aufbauen, um bessere Behandlungsmöglichkeiten, mehr Rechte und Arbeitsmöglichkeiten zu erhalten. 

Um mehr Selbstbestimmung in der Psychiatrie zu erreichen müssen wir uns verstärkt für Patientenrechte und Rehabilitation einsetzen. 

Es gibt bereits die Möglichkeit einen Behandlungsvertrag mit der Klinik abzuschließen. Auch sollte man im Vornherein klären, wer der Betreuer im Falle einer Vormundschaft werden soll. 

In der Rehabilitation sollten auch die persönlichen Fähigkeiten und die Sozialen Fähigkeiten der Kranken durch einen Psychologen trainiert werden. Nicht nur die Arbeitsfähigkeit sollte hier geübt werden.

In den USA gibt es schon bezahlte Psychiatrie-Erfahrene Betreuer in einigen Bundesstaaten. Bis das hier der Fall sein wird, wird es bestimmt noch dauern. Aber wir sollten uns auch für Soterien und Weglaufhäuser einsetzen.

Zudem sollte die Stigmatisierung in der Öffentlichkeit bekämpft werden. Dies kann nur geschehen, wenn man positiv zu seiner Erkrankung steht.

Judi Chamberlin hat mit anderen US-amerikanischen Betroffenen folgende Kriterien für Empowerment angegeben:

  • Entscheidungsmacht haben

  • Zugang zu Informationen und Finanzmitteln haben

  • ein Spektrum an Wahlmöglichkeiten haben (nicht bloß »ja/nein« und »entweder/oder«)

  • Entschlossenheit besitzen; das Gefühl haben, dass der/die Einzelne etwas ändern kann (Hoffnung haben)

  • kritisches Denken lernen, gedankenloses Reagieren verlernen, Dinge differenziert betrachten, zum Beispiel mit der eigenen Stimme sprechen, die eigene Identität neu definieren, die eigenen Möglichkeiten und das Verhältnis zu institutionalisierter Macht neu definieren

  • Wut lernen, ihr Ausdruck verleihen

  • sich nicht allein, sondern als Teil einer Gruppe fühlen

  • begreifen, dass eine Einzelperson Rechte hat

  • Veränderung bewirken, im persönlichen Bereich und in der Gemeinschaft

  • sich nach eigener Meinung wichtige Fähigkeiten (z.B. Kommunikation) aneignen

  • anderer Leute Wahrnehmung von der eigenen Kompetenz und Handlungsfähigkeit ändern

  • sich nicht länger verstecken

  • unbefristet wachsen und sich aus eigenem Antrieb verändern

  • ein positives Selbstbild entwickeln und Stigmata überwinden.


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Literatur:

Andreas Knuf, Ulrich Seibert, Selbstbefähigung fördern - Empowerment und psychiatrische Arbeit, Bonn, Psychiatrie-Verlag, 2000

Andreas Knuf, Basiswissen - Empowerment in der psychiatrischen Arbeit, Bonn, Psychiatrie-Verlag, 2006


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google.com

Links:

National Empowerment Center (USA) 

Boston University Rehabilitation Center (USA) 

Americam Association of People with Disabilities (USA)

Empowerment.de

Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag


Erstellt am 24.07.1999, Version vom 4.10.2016,  Johannes Fangmeyer, GNU-FDL
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